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Optimale Reisezeit - Tipps zu den besten Reisezeiten

 

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Infos zur optimalen Reisezeit für Kanada

Kanada ist das zweitgrößte Land der Erde. Es erstreckt sich zwischen dem 42° bis zum 83° Nord mit einer Nord-Süd Ausdehnung von bis zu 4.500km und einer Ost-West-Ausdehnung von bis zu 5.000km. Große Teile des Landes befinden sich im arktischen Bereich, nur ein relativ kleiner Teil des Landes an der südlichen Grenze Richtung USA bzw. der Westen um British Columbia liegt in einer klimatisch nicht ganz so kalten Zone

Man sagt, dass das Wetter in Kanada erst so ab dem 50. Breitengrad östlich und dem 55. Breitengrad westlich besser und angenehmer wird. Winter in Kanada können richtig eiskalt werden, im Mittelosten und Osten kommen erschwerend Blizzards hinzu. Die Küstenbereiche im Norden sind in der Regel ganzjährig vom Eis umgeben. Eine Ausnahme macht hier die Hudson Bay, die in der Regel nur ca. 9 Monate vom Eis umgeben ist. Wesentlich wärmer sind hingegen die Küstenregionen von Britisch Columbia am Pazifik, die von Neufundland am Atlantik sowie die Provinzen im Süden des St. Lawrence Golf (St. Lorenz Strom).

Der Süden Kanadas ist häufig von Tiefdruckgebieten betroffen. Sie ziehen über die Gebiete an den Great Lakes und dem Tal des St. Lawrence und ziehen dann weiter Richtung Atlantik. Neben der arktischen Kälte, die hier noch wirkt, bringen die Tiefdruckgebiete weitere Kälte über das Land. Wie oben erwähnt ist der Teil im Westen in British Columbia vom angenehmeren Meeresklima des Pazifik beeinflusst. Das heißt hier konkret: relativ milde Winter bei mäßig warmen Sommern. Die Einflüsse reichen hier auch etwas ins Inland, vor allem in die Tallagen. Die Winter sind hier vergleichsweise milder und die Sommer angenehm warm. Regen fällt hier ganzjährig, der meiste im Winter. Auch die Wintertemperaturen im Bereich des Atlantik sind angenehmer als im Binnenland. Allerdings sind die Sommer hier durch kühle Strömungen von den Labrador-Inseln insgesamt relativ kühl. Grundsätzlich kann man aber schon anhand des so genannten kanadischen Westens (The West) sehen, wie unterschiedlich die klimatischen Bedingungen sind. Dieser Westen wird grob als alles bezeichnet, was sich westlich von Ontario befindet und die Provinzen British Columbia, Alberta, Saskatchewan und Manitoba umfasst. British Columbia ist, wie oben erwähnt, primär ozeanisch geprägt. D. h. relativ mildet Winter und mäßig warme Sommer. Alberta befindet sich im Einfluss der Rockies. Die Winter sind klar ausgeprägt mit guten Schneefällen, aber sie sind nicht so hart. Das wiederum ermöglicht in der Regel gute Wintersportbedingungen in Alberta. Aber die Verhältnisse sind auch sehr wechselhaft. So kann im Januar oder Februar schnell mal Föhnwärme die Schneelagen negativ beeinflussen, dafür kann es aber plötzlich im April oder Mai noch einmal sehr stark schneien. Ganz anders als in British Columbia und Alberta sind die Verhältnisse in Saskatchewan und Manitoba. Hier muss man ganz klar von Kontintalem Klima sprechen. Das bedeutet: nicht selten klirrend kalte Winter, dafür aber auch häufig sehr warme bis heiße Sommer.

Im Binnenland Kanadas können die Sommer aufgrund des kontinentalen Klimas sowieso oft erstaunlich warm sein. Aber sie sind auch häufig sehr kurz, dafür sind die Winter ziemlich lang und in der Regel ziemlich kalt. Ähnliches gilt auch für die nördlichen Regionen Kanadas, die durchaus warme aber recht kurze Sommer kennen. Die Winter sind hier noch kälter, Permafrost durchaus mal üblich.

Detailliertere Betrachtungen zu den Regionen Kanadas

Der Osten Kanadas

(mit Neufundland, Labrador-Küsten, Nova Scotia, NewBrunswick und Prince Edward Island)

Bei diesen Regionen handelt es sich um die Teile Kanadas, die unter Einfluss des Atlantik ein vergleichsweise angenehmes Klima genießen. Die Winter sind normalerweise nicht ganz so streng. Dafür sind die Sommer aber insgesamt etwas kühler als z. B. im Binnenland. Die Region gehört zu den Gebieten Kanadas, die übers Jahr am wenigsten Sonne erhalten. Hier findet man gleichzeitig auch das wechselhafteste Wetter in Kanada. Im Prinzip muss man das ganze Jahr über mit relativ schnellen klimatischen Wechseln rechnen, oft von einem Tag auf den anderen. Auch wenn die Winter nicht ganz so kalt sind, so sind sie doch meistens schneereich und der Schnee kann einige Zeit liegen bleiben. Relativ häufig muss man in der gesamten Region übrigens mit Nebel rechnen, der vom Meer her ins Land zieht. Der Grund ist das Aufeinandertreffen von warmen Golfströmen und kalten Labrador-Strömen. Die Grand Banks Area im Süden von Neufundland gehört zu den nebligsten Gebieten auf der Welt. Ebenfalls nicht selten ist das unvermittelte Auftauchen von Eisbergen selbst im Sommer. Typisch für die Bereiche unter Einfluss des Meeresklimas wären z. B. St. John's und Halifax. Typischer für die Region im Binnenland wäre z. B. Chatham.

Süden und Zentrum von Quebec und Ontario

Diese Region liegt im Süden von Kanada und grenzt dort an die USA und die Great Lakes. Es handelt sich um den wärmsten Teil Kanadas, was vermutlich der Grund dafür ist, dass es auch der am dichtesten besiedelte Raum Kanadas ist. Auch wenn es hier ziemlich warm ist, so muss man doch immer wieder mit knackigen Wintern rechnen. Dabei ist es im Winter z. B. in Toronto wärmer als in Ottawa und Quebec. Die Niederschläge im Winter kommen normal als Schnee herunter. Interessanterweise handelt es sich um eines der schneereichsten Gebiete in Nordamerika. Man kann von Mitte Dezember bis Mitte März mit einer guten Schneedecke rechnen. Die Sommer sind in der Regel angenehm warm mit bis zu neuen Stunden Sonnenschein am Tag. Insgesamt sind die Verhältnisse im Süden aber auch sehr wechselhaft. Kalte Perioden können mal früher oder mal später einsetzen bzw. enden. Ebenso muss man ganzjährig immer wieder mit beachtlichen Niederschlagsmengen rechnen. Typisch für die Region wären z. B. die Klimatabellen von Ottawa, Quebec und Toronto.

Die Prairies

Unter den Prairies fasst man für gewöhnlich die kanadischen Provinzen Alberta (mit Edmonton und Calgary), Manitoba (mit Winnipeg) und Saskatchewan (mit Saskatoon und Regina) zusammen. Sie werden politisch oft mit British Columbia als der Westen Kanadas (The West) zusammengefasst. Die Prairies liegen zwischen den westlichen Ufern des Lake Superior und den Rockies. In dieser Region findet man ein vornehmlich kontinental geprägtes Klima, was vor allem für Saskatchewan und Manitoba gilt. Die Winter sind hier in der Regel ziemlich streng und lang. Die Sommer sind ziemlich kurz, dafür aber sehr warm. Regen fällt im Sommer eigentlich nicht viel - wenn, dann in ziemlich kurzen und heftigen Schüben. Auffällig ist das Fehlen der Zwischenjahreszeiten, d. h. zwischen Sommer und Winter gibt es praktisch keine Jahreszeiten. Auf schönes Sommerwetter kann urplötzlich der Winter beginnen. Ebenso kann der Winter von jetzt auf nachher durch Sommerwetter abgelöst werden. Im Gegensatz zu Winnipeg, Saskatoon oder Edmonton liegt Alberta mit Calgary oft unter Einfluss des Föhnwindes Chinook. So kann es dort im Januar und Februar immer wärmer sein als sonst wo in den Prairies. Vor allem kann der Chinook relativ schnell den Schnee wegschmelzen.

Kanadas Westen

Der Westen ist eine relativ gebirgige Region, dazu gibt es noch eine Küstenlinie am Pazifik. Die höchsten Gipfel reichen bis auf 4.000Meter. Sie liegen vor allem an den Küstengebirgen und den Ausläufern der Rockies. Zwischen den Küstengebirgen und den Rockies liegen einige Täler und auch Plateaus. Durch diese doch sehr unterschiedlichen Lagen muss man in der Region mit sehr unterschiedlichen Bedingungen rechnen. Die Gebirge der Küsten weisen recht hohe Niederschläge auf. Über 1.200 Meter kommen sie oft als Schnee herunter. Dafür weisen die Täler in der Regel recht niedrige Niederschläge auf. An den Küsten British Columbias und den davor liegenden Inseln herrscht ein ozeanisches Klima mit mildem Winterwetter. Im Winter muss man aber immer mit wolkigen Tagen rechnen, an den Küsten dann mit Nebel. Es ist dann nicht sehr sonnig. Im Sommer dagegen darf man im Westen durchaus mit neun Sonnenstunden am Tag rechnen. Ungeachtet der oft wechselnden Verhältnisse wird der Westen als eine klimatisch angenehme Region betrachtet. Gerade an den Küsten hat man mit den milden Wintern und den nicht zu schwülen Sommern häufig sehr gute Verhältnisse. Typisch für die Bedingungen der Küste wäre z. B. die Klimatabelle von Vancouver. Prince George wäre ein Beispiel für einen Ort in einem der Täler im Binnenland.

Der Norden Kanadas

Der Norden mit dem Yukon, den Northwest Territories sowie den nördlichen Teilen von British Columbia, Alberta, Saskatchewan, Manitoba, Ontario und Québec umfasst nahezu zwei Drittel Kanadas. Klimatisch ist es wohl die Kältekammer Kanadas. Aufgrund der harten klimatischen Verhältnisse ist das Land wenig geeignet für Landwirtschaft und nicht zuletzt deshalb ist der Norden auch recht gering besiedelt. Im Süden dieser Region findet man eine üppig bewaldete Gegend, im Norden liegt eine Art Tundra. Hier liegt der Schnee normal gut neun Monate im Jahr. Im äußersten Norden liegen dann die ganzjährig Schnee- und Eisbedeckten Inseln des arktischen Archipels. Typisch für die harten Bedingungen wären z. B. die Klimatabellen von Churchill, Norman Wells und von der Arctic Bay. An den Tabellen von Churchill und Normal Wells kann man auch sehen, dass die Sommertemperaturen für kurze Zeit relativ stark ansteigen können. Einschränkend muss man jedoch sagen, dass die Bedingungen im Sommer auch immer mit recht wechselhaftem Wetter einhergehen. Und grundsätzlich kann immer Schnee und Frost kommen, wenn kalte Polarwinde über das Land ziehen. Im Norden muss man ohnehin grundsätzlich mit Dauerfrost rechnen. Während die oberen Bodenschichten mit Schnee bedeckt sind, sind die Schichten unter dem Schnee in der Regel gefroren. Diese Dauerfrostregion reicht bis zu einer gedachten Linie von Nordwest nach Südost vom Yukon zu den südlichen Ufern des Hudson Bay und dann östlich zu den Küsten Labradors.

Die optimale Reisezeit für Kanada (ohne den Norden) liegt für viele Besucher im September und Oktober, wenn der Indian Summer die Landschaft einfärbt. Von vielen Reisenden werden aber auch Mai und Juni als beste Reisezeit für Kanada empfohlen. Für Wintersportler dürfte die optimale Reisezeit, ähnlich wie in Mitteleuropa, etwa zwischen November und März liegen. Für den Norden bietet sich die Spanne der kurzen warmen Sommer wählen - so zwischen Juni bis August (Problem hier je nach Region Stechmücken), eventuell noch der normalerweise schon etwas kühle September.


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